Zum Inhalt springen

Schreiben im Lockdown

Es ist höchste Zeit, dass ich hier wieder einen Blogartikel schreibe. Das Stichwort in diesem Satz ist allerdings Zeit. Denn diese zu finden, ist dieser Tage gar nicht einfach. Ob nun zum Schreiben oder zu allem anderen, was tatsächlich Freude macht, die Zeit ist rar. Ihr kennt das sicher. Der Lockdown raubt uns viele Möglichkeiten und beansprucht uns teilweise bis zur Belastungsgrenze. Ich will nicht meckern. Mir und meiner Familie geht es vergleichsweise ziemlich gut. Aber plötzlich zu allem anderen auch noch eine 24-Stunden-Betreuung für mein Kind darzustellen, stellt mich vor ziemlich große Herausforderungen. Und dann war da ja noch diese schreckliche Schreibblockade

Von der merke ich zum Glück nichts mehr. Denn ich habe für mich das perfekte Rezept gefunden, um diese lästige mentale Sperre zu überwinden. Wenn ihr euch erinnert, hatte ich emotionale Schwierigkeiten mich an den letzten Zeit meiner Atlantis-Saga zu setzen, weil ich die Geschichte nicht loslassen konnte. Hinzu kam ein wenig hilfreicher, plötzlich intensiver Perfektionismus. Aber wenn man Schwierigkeiten hat, ein Buch zu schreiben, habe ich für mich ganz persönlich herausgefunden: Dann muss ich einfach zwei schreiben! 🙂

Spätestens jetzt sollte klar sein, dass ich ein wenig größenwahnsinnig bin. Allerdings ist dies unter Autoren wohl ziemlich weit verbreitet. 🙂 Aber im Ernst: Es hat mir tatsächlich geholfen, einen weiteren Roman ausgerechnet jetzt zu beginnen. Denn das besondere an ihm ist, dass er zu einem ganz anderen Genre gehört. Er erlaubt es mir, meine Gedanken in komplett andere Bahnen zu lenken, ohne aber meine Schreibübung und -routine zu verlieren. Außerdem macht er mir richtig Spaß.

Zudem habe ich festgestellt, wie vielseitig das Autorenleben sein kann. Ich liebe Fantasy und werde diesem Genre stets treu bleiben. Aber so wenig wie ich nicht nur Vanilleeis esse, sondern auch noch weitere Sorten liebe, gibt es Genres, die mich auch mitreißen. Eines davon sind Krimis!

Ermuntert von der wunderbaren Thea Wilk, die gerade im Begriff ist den 3. Teil ihrer Thriller Reihe „Lara“ herauszubringen (zu dem ich einen klitzekleinen Beitrag leisten durfte) habe ich mich an diesem Genre versucht. Ich bin begeistert. Geheimnisse, Spannung und zweilichtige Charaktere sind das, was ich am Büchern am meisten liebe. Wer hat denn gesagt, dass sie magische Kräfte haben müssen (auch wenn das selbstverständlich mega cool ist)?

Mitten in der Arbeit für diesen Krimi (zu dem nähere Infos zu gegebener Zeit folgen werden), merkte ich plötzlich, dass ich soweit bin. Eines Abends habe ich mich hingesetzt und die Arbeit am 3. Teil der Atlantis-Saga begonnen und seitdem nicht wieder aufgehört. Das Schreiben geht richtig flott, was unter anderem daran liegt, dass ich gerade so viel Übung habe. Und es macht unheimlich großen Spaß.

Tatsächlich sahen meine Tage eine Zeit lang so aus, dass ich in der Tendenz eher morgens an meinem Krimi gesessen und mir überlegt habe, wie ein Mörder wohl am schlauesten vorgeht. In den Abendstunden, wenn es ruhig im Haus wird und die Dunkelheit alles eintaucht, geht es dann nach Atlantis, um der versunkenen Stadt ihre letzten Geheimnisse zu entlocken. Ich liebe es!

Es gab nur ein großes Problem! Jetzt habe ich zwei tolle Bücher und noch weniger Zeit, sie zu schreiben. Denn der Lockdown hat die Stunden am Tag, die ich mir frei einteilen kann auf ein Minimum reduziert. Umso erstaunter war ich letzte Woche, als ich plötzlich 4 Buchstaben unter meinen Krimi setzen konnte: Ende. Ich habe einen ersten Entwurf zu einem vollkommen anderen Buch. Und das Beste: Jetzt steht der Arbeit an Band 3 der Atlantis-Saga nichts meh im Weg.  Ich bin motiviert! Wünscht mir Glück! Und haltet durch!

Eure Freya

Sei der Erste der einen Kommentar abgibt

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: