Notizen einmal anders

Wer mir auf Instagram folgt, hat mitbekommen, dass ich derzeit an einer Challenge für Autoren teilnehme. Das macht ziemlich großen Spaß und erlaubt mir, über meine Figuren, meine Schreibtechnik und meine Ideensammlungen nachzudenken.

Gestern ging es um das Notizbuch. Ich bewundere Autoren, die zu ihren Werken entsprechende Notizbücher haben, die abgegriffen aussehen und mit wilden Gedankenvollgeschrieben sind, die schlussendlich zu einem spannenden Buch geführt haben.

Jedes Mal, wenn ich ein neues Buch anfange, nehme ich mir vor, auch ein so tolles Buch zu führen. Als ich im Januar 2018 „Die Krone von Atlantis“ zu schreiben begonnen habe, habe ich mir ein ziemlich schickes Notizbuch aus Leder mit maritimen Flair gekauft. Am Anfang war ich hochmotiviert, habe sogar Zeichnungen angefertigt und jede Menge Gedanken zu Papier gebracht. Doch als der Plot nach und nach seine Formen bekam und ich begann die echten Szenen meines Romans zu entwickeln, wurde das Notizbuch nach und nach abgelöst von dem einen Teil, das mir immer schon geholfen hat, meine Geschichten nicht wieder zu vergessen.

Ich rede natürlich von meinem iPod. Ja echt! Ich brauche zum Schreiben immer Musik. Klar lasse ich beim Tippen gerne im Hintergrund Musik laufen. Das mache ich auch gerne bei der Arbeit. Doch zum Entwickeln der Handlung brauche ich emotionale Musikstücke, die mich die Entschlossenheit, Verzweiflung und den Mut meiner Figuren nachfühlen lassen.

Musik inspiriert mich. Wenn ich eine Szene entwicklen möchte, suche ich nach Musik, die dazu passen könnte, packe meine Ohrstöpsel in die Ohren und warte einfach, was passiert. Wie von selbst läuft vor meinem geistigen Auge ein Film ab. Ich kann mir die Handlung meines Romans ansehen, die Worte meiner Charaktere hören und ihre Gefühle vollkommen in mich aufnehmen.

Und das beste ist: Haben sich meine Gedanken zu einem Stück erst einmal auf eine Szene festgelegt, kann ich die Szene immer und immer wieder erleben. So bleibt sie in meinem Kopf und ich kann sie nicht vergessen. Ich kann euch gar nicht sagen, wie viel Spaß mir das macht.

Das Ganz hat für mich nur einen Haken. Es ist ein bisschen merkwürdig, aber das funktioniert alles nur ein einziges Mal. Soll heißen: Wenn ich mir zu einem Stück eine Szene ausgedacht habe, und die entsprechende Passage niedergeschrieben habe, kann ich in die Geschichte nicht mehr an dieser Stelle eintauchen. Es ist, als sei dieser Teil aus meinem System verbannt – was grundsätzlich etwas Gutes ist. Aber der Film vor meinem geistigen Auge läuft nicht mehr. Die Vorstellung ist vorbei. Glücklicherweise habe ich dann einen weiteren Weg, die Geschichte noch einmal zu erleben, wenn mir danach ist: Ich kann ja mein Buch lesen. So wie ihr. 🙂

Ich wünsche euch allen ein tolles Wochenende!

Eure Freya

PS: Ich habe begonnen, den zweiten Teil der Reihe um Ria, Percy und Rider zu schreiben. Hört mal in die Musik zu „Star Wars: The Last Jedi“ rein. Dann bekommt ihr schonmal ein Gefühl für die Dramatik! 😉

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